28. Oktober 2021

Tim Altrichter

Name: Tim Altrichter

Alter: 30 Jahre

Abschlussjahr: 2009

Beruf: Tontechniker

Tim Altrichter ist ein kreativer, mathematisch begabter, musikalischer und kommunikativer Mensch.

Der Schulunterricht an sich kaum, da kam wirklich nur das grundlegende, allgemeine Faktenwissen
bei rum.

Alles neben dem Unterricht schon – die Auseinandersetzungen mit Lehrern und
Schulverwaltung um Schulband, Schulfunk, Schulveranstaltungen und Abi-Aktionen haben schon
guten Beispielcharakter, wie man sich durch die „richtige, ernste“ Welt außerhalb der Schule
durchschlägt.

Ganz früher mal Architekt, zwischenzeitlich wollte ich auch in Richtung Erziehung/Sozialarbeit gehen, später war ich dann schon auf dem Weg Richtung Musik-/Veranstaltungsbranche.

 

Ich bin selbstständiger Toningenieur (Einzelunternehmer) und mein Schwerpunkt liegt im Bereich Beschallung / Konzerte / Veranstaltungen und Filmoriginalton.

Insgesamt ist meine Tätigkeit sehr abwechslungsreich, da Konzerte, Festivals,
Musikaufnahmen und Filmproduktionen sehr unterschiedlich sind.

Schön daran ist auch, dass ich dabei sowohl über viele Jahre mit den gleichen Menschen zusammenarbeite und manche Veranstaltungsformate
wie das Filmfest Provinziale, das Jazz in e, Guten-Morgen-Eberswalde und den Eberswalder Weihnachtsmarkt mit weiterentwickeln konnte.

Trotzdem lerne ich ständig neue, interessante und kreative Menschen kennen und
kann vor allem durch (Dokumentar-)Filmproduktionen auch besondere Themen, Schicksale und Regionen intensiv kennenlernen.

Dabei sind die Anforderungen auch immer wieder Herausforderungen.

 Ich hatte definitiv enorm unterschätzt, wie viel Organisations- und Abrechnungsaufwand man als Einzelunternehmer hat und wie wenig man nach der Schule und nach dem Studium darüber weiß.

Technisches Wissen in Physik (Elektrik, Elektronik, Akustik), Mathematische Grundlagen fürs Verständnis, musikalisches Verständnis, kommunikative Kompetenz (ich bin oft Bindeglied zwischen Künstlern, Verwaltungen, Agenturen, Technikern, Gerüstbauern – da Treffen oft fast unvereinbare Lebenswelten und Erwartungen aufeinander).

Da fast überall Computer involviert sind, ist es auch sehr vorteilhaft auch Grundlagen der Datenverarbeitung und der Netzwerktechnik zu kennen.

Ich bin mit meiner Tätigkeit sehr zufrieden, ich mache das jetzt schon seit 10 Jahren und es ich mache es immer noch sehr gerne und es ergeben sich immer wieder kleine und größere Veränderungen, die es interessant halten.

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Projekten und dabei bisher auch
ziemlich erfolgreich, alle paar Jahre auch mal neue, größere Projekte zu finden.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich das was ich jetzt mache, so ungefähr noch viele Jahre weiter mache.

Im Zweifelsfall erstmal was anfangen und mutig sein. Ich finde, dass es grundsätzlich zwei Konzepte im Spannungsfeld Beruf – Hobby gibt: entweder man macht das, was man gerne macht auch beruflich oder man hat einen Gelderwerb (der auch schön/erfüllend/angenehm sein kann) und ein Hobby.

Dabei besteht aber die große Gefahr, sich sein Hobby durch Alltag und Stress und den Druck damit Geld verdienen zu müssen ungenießbar zu machen. […]

Und ganz grundsätzlich: Handwerksberufe werden enorm unterschätzt, die Bedeutung eines Studiums wird überschätzt. […]”